Fandom

Grand Theft Auto Wiki

Just or Unjust

12.151 Artikel in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Kommentare0 Teilen

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

WKTT-Logo.svg

Das Logo des übertragenden Senders WKTT

Just or Unjust (dt. Gerecht oder ungerecht) ist eine Radio-Gerichtsshow aus Grand Theft Auto IV, die auf dem Radiosender WKTT gesendet wird. Es gibt insgesamt zwei Episoden, die zweite wird erst im Verlauf des Spiels freigeschaltet. Die Show ist eine Parodie auf „Judge Judy“.

Skript 1

  • Sprecher: Das Rechtssystem ist ein Spiel, wie das Feiglingsspiel. Man muss Vollgas geben und hoffen, dass dem anderen zuerst der Mut oder das Geld ausgeht. Um das Spiel richtig zu spielen, braucht man Geld und man muss am Ende als Sieger hervorgehen.
  • Richter Grady: In diesem Gerichtssaal bedeuten gute Taten nichts. Moral wird hart bestraft und zufälliges Glück kann Ihr Leben zerstören. Ich bin Richter Grady und Sie hören „Just or Unjust“.
  • Sprecher: Erleben Sie die Spannung einer Gerichtsshow.
  • Lori Williams-Jones: Er hat mir in den Bauch getreten, Euer Ehren!
  • Sprecher: Erleben Sie, wie mit Gerechtigkeit in amerikanischen Gerichtssälen umgegangen wird.
  • Richter: Ich finde, die Feuchtgebiete werden sowieso viel zu sehr beschützt. Ich verurteile Sie wegen Aufhalten des Gerichts zur Zahlung einer Ordnungsstrafe in Höhe von einer Million Dollar, Sie Aktivisten-Abschaum!
  • Sprecher: Erleben Sie die Spannung einer erbitterten Network-Radiosendung.
  • Chuck Williams-Jones: Ist mir egal, wie Sie Sodomie definieren! Jetzt definiere ich mal!
  • Sprecher: Alles passt zusammen in dieser aufregenden Spielshow.
  • Richter: Haben Sie Geld gern? Ja? Hä?
  • Lori: ...ja.
  • Richter: Na dann knöpfen Sie Ihre Bluse auf.
  • Sprecher: Sie... hören „Just or Unjust“. Echte Kläger und Angeklagte in einem Radio-Gerichtssaal.

(Richter Grady schlägt mit dem Richterhammer auf das Pult)

  • Richter: In Ordnung, fangen wir an. Herzlich willkommen in meinem Gerichtssaal. Ich bin Richter Grady. Tun wir der Gerechtigkeit genüge. Okay, heute verhandeln wir die Sache Williams-Jones gegen Williams-Jones. Fall Nummer 453. Los geht’s. Ich habe Ihre Eröffnungsplädoyers bereits gelesen.
  • Lori: Richter Grady, ich heiße Lori Williams-Jones. Ich bin seit zwei Jahren mit meinem Mann Chuck verheiratet und den ganzen Tag spielt er nur dieses Wizard-Online-Spiel „Plündern und Wichsen“. Manchmal spielt er bis zwei Uhr nachts. Wenn er zu Bett geht, fasst er mir immer an den Hintern und behandelt mich wie einen Kobold und schreit: „Minus zwei Schadenspunkte! Beweg deinen Arsch in den Himmel, Kobold, ich werde langsam böse!“ Können Sie mir helfen, Euer Ehren? Ich liebe meinen Mann, aber ich bin keine virtuelle Figur.
  • Richter: Hören Sie mal: Sie sind eine virtuelle Figur. Das muss klargestellt werden: Wir alle sind virtuell. Und je früher das verstanden wird, desto besser. Der Grund, warum Ihr Mann auf Raubzüge geht, sich einen herunterholt und seinen Zauberer-Schrott herumposaunt, ist, weil Sie fett geworden und nicht mehr sexy sind. Ich würde Sie im Leben nicht knallen und ich hab schon viele Kobolde geknallt. Sehen Sie sich an, Mädchen! Tun Sie sich selbst einen Gefallen. Nehmen Sie eine Schönheitsoperation an sich vor. Chuck, was haben Sie zu sagen?
  • Chuck: Meine Name ist Chuck Williams-Jones. Ich glaube, meine Frau ist vom Teufel besessen. Sie füllt die Eiswürfelschalen nicht neu auf, sie hasst meine Eltern und sie bläst mir keinen mehr. Sie verschwendet mein ganzes Geld und denkt, sie tut mir einen scheißgroßen Gefallen damit, wenn Sie Weihnachtskarten verschickt. Ich bitte Sie! Die haben grad die Portogebühren erhöht. Wer interessiert sich verdammt noch mal für Weihnachtskarten? Oder für Karten mit Scheißkötern drauf? Mir sind eure Karten mit euren Scheißkötern mit ’ner Weihnachtsmannmütze auf dem drauf scheißegal. Leckt mich doch! Können Sie meiner Frau die Augen öffnen?
  • Richter: Hm... sehr interessant. Das Gericht möchte anmerken, dass Ihr Nachname mit einem Bindestrich getrennt wird. Williams Bindestrich Jones. War das die Idee Ihrer Frau?
  • Chuck: Ja, Euer Ehren. Ich bin geborener Williams. Ich hatte zugestimmt, weil ich es als nur fair angesehen hab, wenn Sie verstehen? Ich mein, damals in einer Zeit, in der Frauen als Eigentum angesehen wurden. Frauen sind unvollkommen und scheußlich, aber sie gehört nicht mir. Ich würde gerne irgendwann einmal jemanden besitzen wie... ’nen jungen, sexy Philippiner. Dann sitzen wir in meiner Tropenhütte, spielen Spiele und tun, was wir wollen, wie ohne den Einsatz von Händen den Riemen berühren... äh...
  • Richter: WIE BITTE? Sehen Sie sich an, was aus Ihnen geworden ist! Was soll der Bindestrich? Warum sind Sie nur zur Hälfte ein Mann? Sie hat Ihnen Ihre Männlichkeit genommen, sie hat Sie ordentlich entmannt. Der Name einer Schlampe steckt zur Hälfte in Ihrem Namen! Pinkeln Sie im Sitzen?
  • Chuck: Äh...
  • Richter: Pinkeln Sie im Sitzen?
  • Chuck: Na ja, wir sind gleichberechtigte Partner. Es ist einfach nicht fair, dass sie den Toilettendeckel hochnehmen muss, also scheiß drauf...
  • Richter: Gleichberechtigte Partner? Sie haben sich ’nen Weibernamen in Ihren Nachnamen gepflanzt! Verwunderlich, dass Ihnen noch keinen Titten gewachsen sind. Bei allem, was Recht ist, aber das ist...
  • Chuck: Sie kennen die Abmachung, Euer Ehren. Ich bejahe alles oder nie mehr Sex!
  • Lori: Wir teilen uns die Hausarbeit gleichmäßig auf, Euer Ehren. Gleich. Gleichheit. Gleichberechtigung. Immer wenn ich Tampons trage, trägt er auch welche, damit wir beide dasselbe Erlebnis haben, wenn ich meine Tage hab.
  • Richter: Gleichberechtigung? Hören Sie auf, Mädchen! Soll ich Ihnen mal verraten, wer sich jeden Tag auf der Arbeit den Arsch aufreißt? Soll ich Ihnen mal verraten, wer am meisten verdient? Ich weiß die Antwort: Chuck. Männer. Wissen Sie, wer in der Geschichte am meisten verdient hat? Die Männer. Wer waren die größten Führer? Die Männer. Mag sein, dass ihr Kleopatra hattet, doch die Ägypter bauten die Pyramiden, Vierflächner und so. Eine Pyramide ist nicht männlich. Wer hat die besten Kriege gekämpft? Die Männer.

(das Publikum applaudiert)

  • Richter: Wer mordet am besten? Männer. Wer hat die Pest erfunden? Männer. Wir haben alles erreicht, du Schlampe. Wir haben in der Show hier das Sagen. Und mir ist scheißegal, was Sie denken! Wenn er zu Hause mit seiner Gilde, seinen schönen Elfen und seinen Ork-Freunden im Internet zocken will, dann lass ihn.
  • Lori: Die Familie und unsere Kinder sind das wichtigste. Unsere Kinder sind auf uns angewiesen. Wir müssen unsere Kinder beschützen und verhätscheln, sie nicht aus unseren Augen lassen, ihnen elektronische Anhänger ankleben und sie paranoid und neurotisch aufziehen. Das ist unsere Pflicht! Kinder sind unsere Zukunft!
  • Richter: Die Zukunft? Wo ist Ihr Raketenrucksack, Chuck?
  • Chuck: Ich besitze keinen, Euer Ehren...
  • Richter: Eben. Weil Technik eine Lüge ist, die von den Liberalen verbreitet wird, um uns umzubringen. Nur Waffentechnik ist keine Lüge, denn die ermöglicht uns, uns gegenseitig umzubringen. Es gibt keine Zukunft! Und du, Mädchen, kotzt mich an mit deinen liberalen Ideen. Hast du schon mal einen flotten Dreier geschoben?
  • Lori: Nein, Euer Ehren. So was ist abstoßend!

(das Publikum buht)

  • Richter: Ist es nicht. Abstoßend ist, dass Sie sich einen Hund zulegen, dieser in die Pubertät kommt und Sie plötzlich bemerken, dass das Fahrwerk des Hundes riesig ist. Oder dass Sie sich eine Naturdoku anschauen, in der zwei Elefanten sich paaren. Oder dass Sie sich den Mund vollbrechen und es dann schlucken müssen.
  • Lori: Das ist eine Beleidigung! Wir sind hier in einem Gerichtssaal! Und Sie reden nur von Hundepenissen und sich frauenfeindlich! Was ist los mit Ihnen, Richter Grady?
  • Richter: Ich bin Richter. Was haben Sie erwartet? Das hier ist kein Gerichtssaal, sondern ein Studio! Und ich bin nicht nur hier, um Gerechtigkeit walten zu lassen, sondern auch, um die Einschaltquote hochzukriegen. Hören Sie mir zu: Ich bin Richter! Ich trage eine schwarze Robe, oder? Wissen Sie, was ich unter dem Pult tue, wenn ich auf Sie herunterschaue? Oh... ich zieh mich zurück, um darüber nachzudenken.

(Richter Grady schlägt mit dem Richterhammer auf das Pult)

  • Sprecher: Während Richter Grady in seinem Zimmer eine Entscheidung fällt, unterhalten wir uns mal mit dem Gerichtssaal-Publikum. Miss, was denken Sie? Wer ist hier im Recht?
  • Frau: Ich bin auf Loris Seite. Männer scheren sich nur um uns, wenn wir freizügige Mittelalter-Kleidung tragen und uns im Hinterzimmer flachlegen lassen!
  • Sprecher: Und Sie, Sir?
  • Mann: Äh... mir gefiel die Stelle, an der sie über Elefanten-Sex sprachen.
  • Sprecher: Gleich geht’s weiter bei Just or Unjust!

(Werbepause spielt)

  • Menge: Just or Unjust!
  • Sprecher: Wir sind zurück bei Just or Unjust. Richter Grady kommt mit seinem Urteil zurück in den Gerichtssaal.

(Richter Grady schlägt mit dem Richterhammer auf das Pult)

  • Richter: In Ordnung, bitte erheben Sie sich! Bitte nehmen Sie Platz. Ich habe lange darüber nachgedacht und habe eine Entscheidung gefällt. Würden Sie beide bitte vortreten? Okay Chuck, sehen Sie Lori an. Chuck, heben Sie Ihre Hand. Sprechen Sie mir nach. Ich liebe dich, Süße.
  • Chuck: Ich liebe dich, Süße.
  • Richter: Und werde mich immer daran erinnern.
  • Chuck: Und werde mich immer daran erinnern.
  • Richter: Wie schön es war.
  • Chuck: Wie schön es war.
  • Richter: Jetzt schmier’ der Schlampe eine!

(Chuck schlägt Lori)

  • Lori: Au! Verdammte Scheiße!
  • Richter (kichert): In Ordnung, das war nur zu meiner Belustigung. Ich liebe häusliche Gewalt. Okay, Zeit für Just or Unjust. Publikum, nennen Sie uns ein Spiel. Kläger und Angeklagte müssen dieses dann spielen. Wie haben Sie sich entschieden?

(das Publikum ruft durcheinander verschiedene Vorschläge in den Saal, bis nur noch „Duell“ zu hören ist)

  • Zwischenrufer: Duell! Duell! Duell! Duell!
  • Richter: Wow, alle sind sich einig. Solche Geschworenen mag ich! Wir spielen „Duel or no Duel“[1], wo wir Probleme auf die amerikanische Art lösen. Da haben Sie Ihre Pistolen. Der Gewinner erhält 1.000 Dollar und ein Plexi...

(Schuss)

  • Lori (schreit): Nein!
  • Chuck: Ich hab genug von dir, du dumme Hure!

(Schuss)

  • Richter: Chuck! Sie hätten bis zum Signal warten sollen! Jetzt müssen wir Zeit füllen. Die letzten drei Minuten machen wir keine Werbepause. Du sitzt doch grad nicht vor dem Fernseher, oder, mein Sohn? Jetzt liegt eine tote Klägerin auf meinem Gerichtssaalboden. Ich verurteile Sie zu 30 Tagen Freiheitsstrafe, während Sie darüber nachdenken, was Sie meinen Einschaltquoten angetan haben.

(Grady seufzt)

  • Sprecher: Hören wir uns die Meinung des Publikums an. Ms., war das gerecht?
  • Frau: Keine Ahnung. Eine kleine Auseinandersetzung über jemanden, der zu viel vorm PC sitzt, hat durch Richter Gradys unglaubliche Kompetenz zur Exekution der Klägerin geführt! Das nenn ich Gerechtigkeit.
  • Richter: Sehr schön! Schalten Sie auch das nächste Mal wieder ein bei „Just or Unjust“. Und merken Sie sich: Es ist nicht gerecht, bis ich es für gerecht befinde! Heute sahen wir echte Gerechtigkeit mit echten Leuten aus dem Rechtswesen in einem Gerichtssaal. Merken Sie sich: Wenn Sie das Gesetz brechen, schaut das Justizunterhaltungssystem möglicherweise zu.
  • Menge: Just or Unjust!
  • Sprecher: Bis zum nächsten Mal bei Just or Unjust.

Skript 2

  • Sprecher: Das Rechtssystem ist ein Spiel, wie das Doktorspiel, bei dem dein Freund dich ausnutzt und du es jahrelang versuchst, zu verdrängen. Man braucht Geld, um das Spiel richtig zu spielen, doch wenn Ihnen das Geld ausgeht, war’s das mit der Gerechtigkeit und Sie landen beim Psychiater.
  • Richter Grady: In diesem Gerichtssaal bin ich das Gesetz. Ich bin Richter Grady und Sie hören „Just or Unjust“.
  • Sprecher: Das Schauspiel in einer Gerichtsshow, wie sie im Drehbuche steht.
  • Frau: Ich bin die Mutter seines Sohns!
  • Richter: Das heißt nicht, dass er nicht fremdgehen darf!
  • Sprecher: Trifft auf Gerechtigkeit in einem amerikanischen Gerichtssaal.
  • Richter: Wenn mir jemand einen bläst, lasse ich die Klage abweisen!
  • Sprecher: Die Spannung eines erbitterten Networks, das sich vor seinem selbst auferlegten Zerfall durch eine Justizsystemsverarsche zu retten versucht.
  • Mann: Aber er hat mich doch zum Krüppel gemacht! Dabei muss ich doch in der nächsten halben Stunde die Welt unter anderem vor Werbepausen retten!
  • Richter: Ihre gefakten rührseligen Geschichten gehen mir langsam auf den Sack. Wieso sollte ich Ihnen glauben, dass Sie Ihr Bein verloren haben? Jetzt rollen Sie sich, Lieutenant, bevor ich Sie die Treppe hinunterstoße.
  • Sprecher: Zusammengetragen in einer unglaublich spannenden Spielshow.
  • Richter: Okay, Ihnen bleiben noch zehn Sekunden für die Wahrheit oder Sie kommen auf den Scheiterhaufen.
  • Frau: Das ist nicht fair!
  • Richter (lacht): Herzlich willkommen in Amerika, werte Lady!

(die Frau schreit vor Schmerz)

  • Sprecher: Sie hören „Just or Unjust“ mit Richter Grady. Willkommen in der harten Welt der Radio-Gerechtigkeit: echte Kläger und Angeklagte in einer Radio-Gerichtsshow.
  • Richter: Heute verhandeln wir die Sache Allen gegen Davis, Fall 465. In Ordnung, ich habe Ihre Eröffnungsplädoyers bereits gelesen. Los geht’s. Vor mir stehen Lamar Davis und Angela Allen. Sie beide waren mal ein Paar. Und Miss Allen verklagt Sie auf 5.000 Dollar Schadensersatz wegen Schäden an ihrem Auto, die Sie mit einem Baseballschläger verursacht haben sollen? Mr. Davis, wenn Sie sich bitte dazu äußern würden.
  • Lamar Davis: Euer Ehren, die Frau ist wahnsinnig.
  • Richter: Ja... ja... klingt nach der Wahrheit.

(Richter Grady schlägt mit seinem Richterhammer auf das Pult)

  • Richter: Die Verhandlung ist vertagt!
  • Angela: Hey! Wollen Sie mich nicht dazu hören?
  • Richter: Oh... Scheiße. Wir müssen Zeit schinden. Warum nicht? Treten Sie bitte vor, Miss Allen.
  • Angela: Okay, ja, Euer Ehren.
  • Richter: Setzen Sie sich jetzt auf meinen Schoß.
  • Angela: Ähm... okay.
  • Richter: Na, ist das nicht besser? Erzählen Sie den Fall aus Ihrer Sicht, meine Süße, während ich Ihnen den Rücken massiere.
  • Angela: Also, ich war ein Jahr lang mit Lamar zusammen und dann wurde er plötzlich verrückt. Hey! Was machen Sie da?
  • Richter: Oh, sch... sch... meine Liebe, alles ist gut! Ich versuche nur, Sie zu beruhigen. Das gehört zum Rechtsweg. Also, Mr. Davis...
  • Lamar: Ja, Richter Grady, wir waren eine Zeit lang zusammen. Sie war nett, benahm sich gut und hat große...

(Lamar grunzt)

  • Lamar: ...wenn Sie verstehen, was ich meine.
  • Richter: Und wie groß die sind. Ich hab sie grad in den Händen. Halt still, Mädchen.
  • Lamar: Aber sie ist böse! Und eine Betrügerin! Sie hat meinen nagelneuen Truck zerkratzt. Ich brauche einen Truck, weil ich Buchhalter bin.
  • Richter: Ach ja? Sie haben seinen Truck zerkratzt? Seinen neuen Buchführer-Truck? Einen solchen Truck, den sich Büroangestellte kaufen, damit sie sich wieder wie ein Mann fühlen? Welche Frau zerkratzt Trucks, die Männern gehören? Das ist seine Männlichkeit, die Sie da zerkratzt haben. Der innerste Kern seiner Maskulinität!
  • Angela: Er lungert die ganze Nacht vor meinem Haus rum. Auch morgens ist er da. Wenn ich einkaufen bin, beobachtet er mich in Gang 7 durch Sprunk-Flaschen hindurch.
  • Lamar: Ich bin kein Stalker, Euer Ehren. Seit meiner letzten Verurteilung nicht mehr. Ich versuche nur, an Informationen zu kommen. Ich bin auf Erkundungsmission!
  • Richter: Was für Informationen?
  • Lamar: Äh... zum Beispiel, wer mit ihr schläft, damit ich ihn umbringen kann.

(Publikum schnauft)

  • Angela: Sehen Sie, Euer Ehren? Er ist geistesgestört! Er... er ist... hey, warum fassen Sie mein Haar an?
  • Richter: Ist es nicht schön? Sagen Sie mir, Mr. Davis, was haben Sie dann getan?
  • Lamar: Das mit dem Truck hatte mich echt gewurmt, also ging ich nach meiner Yoga-Stunde an einen ruhigen Ort, meditierte, atmete tief ein und schlug dann aus Versehen alle ihre Fenster mit einem Baseballschläger kaputt...

(Lamar schnappt nach Luft)

  • Lamar: ...pinkelte auf den Vordersitz, zerstach ihre Reifen und pupste in ihren Luftfilter.
  • Richter: Sie haben in ihren Luftfilter geschissen!?

(Richter Grady lacht wahnsinnig)

  • Richter: Ganz ehrlich, Mann, das ist heftig.
  • Lamar: Ja, jedes Mal, wenn sie jetzt die Klimaanlage anmacht, riecht ihr Auto nach meiner Scheiße!
  • Richter: Ha! Genau! Genau! Dieser Scharfsinn ist Wahnsinn. Dank solchen Menschen haben wir statt der Ursuppe heute Luxuswohnungen, Plasmafernseher und Roboterhunde. Sehr guter Einfall! Ich mag Ihren Stil! Verstehst du, Mädchen? Darum sind Sie das eindeutig schwächere Geschlecht und wir erniedrigen Sie dafür im Radio. Nennen Sie mir eine gute Wrestlerin. Nennen Sie mir die erste Frau auf dem Mond. Ah, Fangfrage: Nennen Sie mir eine Frau im Profi-Football. Wie viele Frauen haben Shakespeares Stücke geschrieben? Beantworten Sie mir das! Nur das können Sie nicht. Und Sie... gehen jetzt als schwächeres Geschlecht durchs Leben. Ich mein, haben Sie das verdient, Mädchen?
  • Angela: Nein, ich mein... er schuldet mir was.

(Publikum buht)

  • Angela: Er hat einen guten Job und ich sein Kind.
  • Richter: Ihr habt ein Kind!?
  • Lamar: Ja, Euer Ehren, doch dann wollte ich das Richtige tun und schubste Angela die Treppe hinunter – wie Sie es in einer Ihrer Shows gesagt haben – doch das Baby überlebte. Dann hatte ich versucht, es über das Internet zu verkaufen.
  • Richter: Nicht schlecht. Miss Allen?
  • Angela: Er tat dann so, als wäre er nicht der Vater.

(sie keucht)

  • Angela: Alles musste ich allein mache. Ich war sechs Monate ununterbrochen wach!
  • Richter: Sie sind eine Rabenmutter!

(das Publikum buht)

  • Richter: Das hör ich heraus!
  • Angela: Aber ich liebe meinen Sohn.
  • Lamar: Als ich sie kennenlernte, war sie 24. Sie behauptete, 23 zu sein, aber in echt war sie 13.
  • Angela: Nein, ich sagte von Anfang an, ich sei 13.
  • Lamar: Na ja, die hören sich sehr ähnlich an...
  • Angela: Du meintest, das wäre kein Problem für dich, weil du aus South Carolina kommst.
  • Lamar: Hast du überhaupt einen Beleg dafür, dass es mein Kind ist?
  • Richter: Der DNA-Test beweist es.
  • Lamar: Was ist DNA? Ich hab’s noch nie gesehen und ich bin Buchhalter. Wie können Sie an etwas glauben, das man nicht sehen kann? Ich kann den Wind nicht sehen...
  • Richter: Hat er nicht recht? Ich hab DNA oder Stammzellen noch nie gesehen... oder ein rechtswissenschaftliches Diplom. Ich ziehe mich nun zurück und denke darüber nach.

(Richter Grady schlägt mit seinem Richterhammer auf das Pult)

  • Sprecher: Richter Grady unterhält sich mit Miss Allen, um seine Entscheidung zu diskutieren. Reden wir mit ein paar Leuten aus dem Publikum. Sir, wie ist Ihre Meinung? Wer ist hier im Recht?
  • Mann: Er muss echt viel ausführen. Er hat sie die Treppe hinuntergestoßen! So macht man nicht mit Freundinnen Schluss!
  • Sprecher: Und Sie, Lady?
  • Frau: Ich probiere das mit dem Luftfilter mal aus!
  • Sprecher: Wir sind gleich wieder da bei „Just or Unjust“.

(Werbepause)

  • Station-Voice: WKTT – weil ich mein Land liebe. Wenn Sie Ihr Land nicht lieben, ficken Sie sich und Ihre fette Frau. WKTT 10.66 – Talkradio für rechthaberische Menschen.

(Werbepause Ende)

  • Sprecher: Wir sind zurück bei „Just or Unjust“, wo es zurzeit um den zerkratzten Truck und den minderjährigen Vater geht. Richter Grady betritt den Gerichtssaal mit seiner Entscheidung in petto.

(Richter Grady schlägt mit seinem Richterhammer auf das Pult)

  • Richter: Bitte erheben Sie sich! Nehmen Sie bitte Platz. Jetzt erheben Sie sich wieder! Und jetzt Platz nehmen!

(Musik spielt)

(Musik endet)

  • Richter: Okay, Sie kennen ja die Prozedur. Das anwesende Publikum bestimmt ein Spiel. Kläger und Angeklagte müssen es dann spielen. Wie sollen wir in diesem Fall verfahren?
  • Mann: Sie sollen Glas essen!
  • Frau: Legt ihnen ein Bienennest auf den Kopf!
  • Mann: Kannibalismus! Essen wir sie beide auf!
  • Frau: Gladiatorenkäfig!
  • Menge: Gladiatorenkäfig! Gladiatorenkäfig! Gladiatorenkäfig!
  • Richter: Alles klar... das hatten wir schon lange nicht mehr. Gehen Sie in den Käfig! Okay, auf dem Boden finden Sie ein Schwert, eine Keule, einen Flegel, einen Hammer und zwei Dreizacken. Nehmen Sie sich eine. Okay, sind Sie bereit?
  • Angela und Lamar: Ja!
  • Richter: Okay, lasst die Löwen raus!
  • Angela: Hey!
  • Lamar: Was zum Teufel?

(Löwen brüllt; Geschreie; Richter Grady lacht wahnsinnig)

  • Richter: Das lehrt euch, auf den dummen Truck zu scheißen! Fuck, der Löwe hat ihr den Arm abgerissen!
  • Lamar: Ja, du Schlampe, das hast du verdient!
  • Richter: Oh, er kommt zurück zu Ihnen, Mr. Davis!

(Lamar schreit)

  • Richter: Das haben Sie davon, wenn Sie ein junges Mädchen knallen und sie in den Supermarkt verfolgen. Lasst euch das allen eine Lehre sein. Zwei Lügen bilden nicht die Wahrheit. Mann, ich liebe das.

(Musik spielt)

  • Richter: Was haben wir heute gelernt? Dass Leidenschaft Ihr Verderben sein kann. Sensationsshows wie diese hier, Promianbeten, ’nen Dreck auf Politik geben – das alles fühlt sich gut an! Als würde ich jeden Morgen den amerikanischen Traum umarmen und zu Tode erwürgen. Also, Studio-Publikum, wenn der Löwe fertig ist, könnt ihr den Rest haben!

(Publikum applaudiert)

  • Sprecher: Was denkt unser Studio-Publikum? Sir, war das Gerechtigkeit?
  • Mann: Aber hallo! Mann, statt einer langweiligen Trennung hat Richter Grady uns eine Trennung geboten, die von Löwen verursacht wurde! Fuck, war das geil!
  • Sprecher: Und Sie, Lady?
  • Frau: Wow, ich hab’s gewusst! Schmeckt wie Hühnchen!
  • Sprecher: Super.
  • Menge: Just or Unjust!
  • Sprecher: Bis zum nächsten Mal bei „Just or Unjust“.

Anmerkungen

  1. Der Name „Duel or no Duel“ spielt auf den Titel der Spielshow „Deal or no Deal“ an

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki